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las pullas

la staletta

La falla da l'uors

la sulagliva

la strietta

remüttel

la somnambula

la raieta

la stüvetta

L'abadessa

la palantschotta

la diogena

la diala

la stüva dal preir

la Rosaria

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Chi bain pierta, bain jalda

Wer gut teilt, geniesst gut.

(Sprichwort aus dem Münstertal.

Es meint: Alles für sich selbst behalten wollen, bringt keinen Segen)

 

Die Kammern.             

Über 15 Gästezimmer verfügt das Hotel Chasa Chalavaina. Jedes Zimmer hat seinen Namen. Jeder Name hat seine Geschichte, seine Bedeutung. Ein Zimmer heisst la sulagliva, weil hier besonders viel Sonne einfällt. La diogena ist das kleinste Schlafgemach im ganzen Haus daher auch sein Name: Man fühle sich hier, so die Bemerkung eines Gastes, wie Diogenes in seinem Fass. Das Zimmer la stüva dal preir im ersten Stock verfügt über eine eigene Terrasse. Von hier aus lässt sich das Wandbild, das 1467 auf die nördliche Aussenmauer des Calven-Hauses gemalt wurde, am besten betrachten. Das Bild zeigt die Mutter Gottes mit dem heiligen Rochus auf ihrem Schoss. Daneben steht ein Pestkranker mit einer schwärenden Wunde am Bein. Rochus, auf dessen Hand eine Krähe sitzt, war der Heilige der Pestkranken. Er konnte sie heilen.

Die Thematik des Wandbildes weist daraufhin, dass auch das Münstertal von der Pest nicht verschont geblieben war. Die Seuche forderte hier zahllose Opfer, ja rottete fast ganze Dörfer aus. Die Krankheit grassierte nicht nur einmal, am schlimmsten traf sie das Tal im Jahre 1630.

Aus der gleichen Zeit wie das Wandbild stammt das an Mauerzinnen erinnernde Sgraffito, das eines der auf die Terrasse ausgerichteten Fenster der stüva dal preir umrahmt. Diese in die Mauer geritzte Zeichnung gilt als das älteste Sgraffito im Graubünden.

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