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Besondere Auszeichnung 2007
Hotel Chasa Chalavaina, Müstair


Ausgezeichnet „für die persönliche Art, wie die Familie Fasser seit bald 50 Jahren dieses seltene Baudenkmal als zeitgemässes, einzigartiges Hotel betreibt“


In dem uralten Haus schräg gegenüber dem Kloster Müstair ist die Vergangenheit dank den behutsam erhaltenen Spuren der Geschichte allgegenwärtig. Es fällt dem Besucher leicht, sich den legendären Benedikt Fontana vorzustellen, wie er sich 1499 in diesem damals bereits an die zweihundert Jahre alten Gasthaus nach einer Ansprache vor über 6000 jungen Bündner Soldaten mit Suppe, Brot und Wein stärkte. Am nächsten Tag schon stiessen die Bündner an der Calven auf eine doppelt so grosse Anzahl Österreicher und vermochten diese zu schlagen. Fontana verlor in der Calvenschlacht das Leben, seine Herberge hiess fortan Chasa Chalavaina.


Das alte Münstertalerhaus mit dem ältesten noch betriebenen Holzbackofen Europas vereint Elemente der traditionellen Engadinerhäuser mit der prägnanten, aus dem Tirol bekannten offenen Dachkonstruktion.


Die Renovation im Jahr 1965 unter Architekt Jachen Ulrich Könz hat im ganzen Haus kaum Altersspuren getilgt. Ein Glücksfall war auch der 1981 abgeschlossene Umbau des ehemaligen Ökonomiegebäudes, als Architekt Marcus Burkardt die Aufgabe hatte, einen neuen Hotelzugang und zusätzliche Gästezimmer zu schaffen. Sämtliche Räume sind einzigartig und mit historischen Möbeln ausgestattet. Jeder Raum hat seinen Namen, kein Zimmer gleicht dem andern.
Das aussergewöhnliche und kostbare Gebäude ist der Inbegriff einer alten Herberge und eines Zufluchtsortes in den Bergen. Wer einmal zu Gast war, dem prägen sich Haus und Gastgeber für immer ein.

 

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